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Dirigent Prof. Heribert Beissel

© Heilbad GmbH/Dominik Ketz

Prof. Heribert Beissel studierte bei Günter Wand an der Musikhochschule Köln, in weiteren Hauptfächern Klavier, Komposition (Frank Martin) und im Nebenfach Violine. Er gewann den 1. Preis für Dirigenten beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates.

Seine Karriere als Operndirigent begann er in Bonn, hatte eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem WDR Köln als Liedbegleiter und Kammermusikpartner. 14 Jahre war er Chef der Hamburger Symphoniker. In dieser Zeit verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hamburg im Bereich Oper und als Dirigent der sinfonischen Ballette (John Neumeier). Gleichzeitig war er regelmäßiger Gast beim Sinfonieorchester des NDR als Dirigent für Produktion und Konzerte. Die Rundfunkchöre des NDR und SDR luden Heribert Beissel häufig als Gastdirigenten ein.

Zahlreiche Gastspiele führten Heribert Beissel nach Nord- und Südamerika, Asien, Australien, Israel und in fast alle europäischen Länder. Mit dem Tokyo Symphony Orchestra verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Die Festspiele von Ravello (Wagner), Ansbach (Bach), Bregenz, Flandern, Berliner Festwochen, Istanbul, Schleswig Holstein und Mitte Europa luden ihn als Gastdirigenten oder Pianisten ein.

Heribert Beissel ist Gründer und ständiger Leiter der Klassischen Philharmonie (ehemals Chur Cölnisches Orchester) Bonn, mit der er seit 1988 eine bundesweite Konzertreihe in den 11 größten Konzertsälen betreibt.

Von 1991 bis 1999 war er Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Halle. Bis September 2006 war er Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters, mit dem er als Ehrendirigent weiter verbunden ist.

Die Zahl seiner Einspielungen bei Rundfunkanstalten, auf Schallplatte und CD, ist sehr groß und stilistisch weit gespannt. Häufige Rundfunkübertragungen förderten zudem den Bekanntheitsgrad des Dirigenten. Heribert Beissel teilt sein Interesse als Interpret gleichwertig in den Bereichen Oper und Konzert.

Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und erhielt den Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Klassische Philharmonie Bonn ist aus dem Chur Cölnischen Orchester Bonn hervorgegangen, das 1959 von Heribert Beissel gegründet wurde mit der Idee der Wiederbelebung von Musik am Chur Cölnischen Hof zu Bonn.

Bei der weiteren Entwicklung in andere Stilbereiche und der damit verbundenen Vergrößerung des Orchesters wurde die Frage nach der endgültigen künstlerischen Ansiedlung des Orchesters so beantwortet, dass die Wiener Klassik im Zentrum der künstlerischen Arbeit stehen sollte. Der Name Klassische Philharmonie Bonn war damit folgerichtig.

Mit dem Titel „Wiener Klassik“ begründete die Klassische Philharmonie Bonn ihre erfolgreiche Konzertserie, die heute in Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Wiesbaden, Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg und München in Abonnementsreihen fest etabliert ist.

Zielsetzung des Orchesters ist die Förderung von hochtalentierten jungen Musikerinnen und Musikern. Die Stadt Bonn und ein Förderverein unterstützen das Orchester. Chefdirigent der Klassischen Philharmonie Bonn ist Heribert Beissel.

Tourneen führten die Klassische Philharmonie Bonn nach Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, in die Niederlande, nach England, Japan und in die USA. Sie gastierte u. a. beim Festival Gran Canaria, Musikfest Mecklenburg-Vorpommern, Festival von Flandern, Schleswig-Holstein Musikfestival, Bregenzer Frühling, bei der Internationalen Bachwoche Ansbach und den Salzburger Schloßkonzerten.

Rundfunkeinspielungen und CD-Produktionen liegen vor.